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Die Depression und ein Buch

2 Jan

Auch wenn Weihnachten nochmal gut gegangen ist. Eine Sache war unverändert. Je nach Ablenkung mehr oder weniger, im Endeffekt aber immer irgendwie da. Ich war seit Wochen schon nicht wirklich gut gelaunt, eher depressiv. Nicht wirklich so einfach erklärbar wieso. Depression halt eben und nicht wirklich Motivation irgendetwas zu tun. Beispielsweise hab ich ja nicht mal Blogeinträge hier geschrieben.

An bzw. vor Weihnachten wurde mir das so richtig bewusst. Es gibt aktuell eigentlich nichts worauf ich groß hinarbeite. Das mit der Namensänderung wird schon klappen.. auf ein paar Wochen kommts mir da jetzt auch nicht an. Freunde, Familie und Arbeit passt auch alles. Und Partnersuche scheint gerade so hoffnungslos und ohne Idee dass das zwar ein Ziel ist, aber nicht gerade aufbauend.

Deswegen hab ich mir überlegt mir einfach ein Ziel zu machen. Irgendetwas auf das ich mich konzentrieren kann um aus diesem depressiven Loch wieder rauszukommen. Eins davon war endlich mal wieder hier zu schreiben. Es tut einfach gut und ist heilsam regelmäßig was zu schreiben. Und das hat mich dann auch auf das eigentliche Ziel gebracht. Ich schreibe endlich das Buch. Die Idee hatte ich ja schon lange dafür. Aber jetzt wird es an der Zeit es auch in Taten umzuwandeln.

Und endlich war auch wieder Motiviation für etwas da. Ich wollte es nicht einfach so für mich alleine vor mich hinschreiben, ich wollte und will das man direkt mitlesen kann. Allerdings anders als bei einem Blog, sollte es immer von vorne lesen müssen. Mehr wie in einem Buch eben. Mit ein bisschen Rumgefrickel hat dass dann auch schon ein paar Tage später funktioniert. Zeit die ersten Teile zu schreiben. Meiner Familie habe ich es als erstes mitgeteilt, damit sie gleich von Anfang mitlesen können. Dadurch haben sich dann auch noch ein paar Verbesserungen ergeben, mit denen ich die Tage nach Weihnachten gut beschäftigt war.

Überhaupt bin ich dieses Jahr länger daheim geblieben, bis zum 29. In dieser Grundstimmung der ich war, war es besser nicht alleine zu sein. Lieber mit der Family und gemütlich am Buch schreiben. Auch kein Hirnausschalt-Fernsehen-Serien-etc. Einfach nur hier zu sein, nicht alleine zu sein und gemütlich vor mich hinschreiben. Das tat richtig gut. Und jetzt bin ich guter Dinge. Mal sehen was 2015 so mit sich bringt!

PS: Der Link zum Buch

Vielleicht so etwas wie ein Buch

25 Okt

Ich hatte ja schon vor längerem mal den Gedanken ein Buch zu schreiben. Damals war es gedacht mir beim Outing in der Familie zu helfen, aber letztendlich ging dass ja dann doch auch anders 😉 Ich würde nachträglich auch sagen dass ein persönliches Gespräch in ruhiger und passender Atmosphäre zu einem Zeitpunkt an dem es sich gut anfühlt definitiv der bessere Weg ist. Nichts desto trotz überlege ich wieder so etwas wie ein Buch zu schreiben.

„So etwas“? Nun ja, ich hab vor es online zu schreiben, ein bisschen wie ein Blog, aber irgendwie auch anders. Inspiriert bin ich da von den Webcomics die ich immer noch regelmäßig lese. Sie sind eine immer fortlaufende Geschichte. Jede Woche 1 oder 2 Panels, je nach Comic. Jede Woche kommt ein Stück dazu. Und genau so würde ich mir das mit dem Buch vorstellen. Ich schreibe jede Woche ein bisschen weiter und es erscheint dann regelmäßig eine neue Seite bzw. Abschnitt. So kann man langsam mitverfolgen wie sich das ganze entwickelt.

Im Unterschied zum Blog würde ich nicht über das schreiben was gerade passiert, sondern eher wie es dazu kam dass ich bin wo ich jetzt bin. Das meine Kindheit ganz normal und wenig „auffällig“ war. Einfach zeigen dass es ganz normal ist. Daher würde ich auch nicht sofort verraten das es irgendwie auch um Trans* geht. Sondern die Leser auf dem selben Wissenstand lassen den ich selbst zu diesem Zeitpunkt hatte. Was in etwa bedeutet über 27 Jahre zu schreiben ohne es zu erwähnen. Vielmehr die Verwirrung und Suche nach dem Selbst darzustellen. Etwas Verzweiflung, die Flucht in das vorgegebene Bild und das ganz normale Leben. Denn es war ja nicht so dass ich jeden Tag meines Lebens mit der Frage gekämpft hatte. Es sollt ehrlich sein, so wie es mir wirklich ergangen ist.

Wie real ich es halte oder ob es doch anhand eines fiktiven Charakters besser ist muss ich mir noch überlegen. Die ersten Abschnitte hab ich dabei schon grob im Kopf. Nja, mal sehen ob es diesmal mehr wird als beim letzten mal. Ich halt euch auf dem laufenden sollte sich das was tun. Aber dann bitte nicht verraten um was in dem Buch eigentlich geht 🙂

eure Amelie